Elf Minuten Wartezeit bis zur nächsten U-Bahn, festgehalten als Plansequenz in einer einzigen Einstellung. Regisseur Niklas Pollmann erzählt wie in einem Fluss von den flüchtigen Momenten einer Bekanntschaft, dem Schein und Sein, den falschen Hoffnungen und der Enttäuschung. Mit ungekünstelt einladender Art spielt er selbst einen jungen Mann, der sich in einem Wiener Club an eine deutsche Touristin rangemacht hat. Morgen Früh will sie gleich weiter nach Budapest, viel Zeit bleibt nicht. Nun stellt sich die Frage: Kommt sie noch mit zu ihm? Ihre Namen haben die beiden nicht ausgetauscht, aber man will in einer Art Wette immer die Wahrheit sagen. Sie zögert. Er beginnt bei einer letzten Zigarette zu schwadronieren. Doch sind die schönen Worte echt? Oder ist die Wette um die Wahrheit schon längst verloren?